Add-on-Linsen sind Zusatzlinsen, die vor die bestehende Kunstlinse in den Sulcus ciliaris implantiert werden – ein elegantes Konzept mit einem entscheidenden Trumpf: Es ist reversibel.
Erstens die Feinkorrektur nach früherer Katarakt-OP: Statt die eingeheilte Linse riskant zu tauschen, gleicht eine sphärische oder torische Add-on-Linse den Restfehler aus. Zweitens die nachträgliche Multifokalität: Wer nach Monofokal-Implantation doch brillenfrei lesen möchte, kann eine multifokale Add-on-Linse erhalten – und sie wieder entfernen lassen, falls Halos stören. Genau diese Umkehrbarkeit macht das Konzept auch für zögerliche Patienten attraktiv. Drittens Sonderindikationen wie die Korrektur nach kompliziertem Verlauf.
Nötig sind eine stabil sitzende Basislinse, ausreichend Platz in der Hinterkammer und ein gesundes Auge. Die Implantation ist ein kurzer, standardisierter Eingriff. Seit dem Wegfall der alten Abrechnungsmodelle ist die Add-on-Linse in Deutschland auch im gesetzlich versicherten Umfeld der praktikable Weg zur Premiumversorgung geworden – sprechen Sie uns auf die Details an.
Add-on lenses are supplementary IOLs implanted into the ciliary sulcus in front of the existing pseudophakic lens – an elegant concept with one decisive trump: reversibility.
Three uses: fine-tuning residual refraction after previous cataract surgery (spherical or toric) instead of risky lens exchange; retrofitting multifocality for patients who later wish to read without glasses – removable again if halos disturb; and special indications after complicated courses.
Prerequisites: a stably fixed primary IOL, sufficient posterior-chamber space and a healthy eye. Implantation is a short, standardised procedure – and in Germany the add-on route has become the practical path to premium optics in the statutory-insurance setting.