Die Infektion ist die gefürchtetste Komplikation der Augenchirurgie – und zugleich eine der seltensten. Die Zahlen gehören ehrlich auf den Tisch, aber in die richtige Proportion.
Nach Laserverfahren liegen schwere Infektionen im Bereich von etwa 1:5.000 bis 1:10.000, nach Oberflächenbehandlungen etwas höher als nach LASIK/CLEAR. Bei intraokularen Eingriffen (Linsenimplantation) ist die Endophthalmitis – die Infektion des Augeninneren – mit grob 1:2.000 bis 1:5.000 das relevanteste Einzelrisiko; moderne Antibiotika-Protokolle in die Vorderkammer haben die Raten drastisch gesenkt.
Zunehmende Schmerzen statt Besserung, deutliche Sehverschlechterung, starke Rötung, Lichtscheu – vor allem in den ersten Tagen nach einem Eingriff. Dann gilt: sofort in die Klinik, nicht bis morgen warten. Eine früh behandelte Infektion heilt meist folgenlos; jede verlorene Stunde zählt.
Tropfenschema exakt einhalten, in der ersten Woche nicht in die Augen reiben, Schwimmbad, Sauna und Augen-Make-up pausieren, Kontrolltermine wahrnehmen. Die Prävention beginnt übrigens vor der OP: Lidrand- und Tränenwegsprobleme werden bei uns vorab saniert – unspektakulär, aber wirksam.
Infection is the most feared complication of eye surgery – and one of the rarest. After laser procedures, serious infections range around 1:5,000–1:10,000 (slightly higher after surface ablation than LASIK/CLEAR). For intraocular surgery, endophthalmitis at roughly 1:2,000–1:5,000 is the most relevant single risk; modern intracameral antibiotic protocols have lowered rates drastically.
Know the warning signs: increasing pain instead of improvement, marked visual decline, strong redness, light sensitivity – especially in the first days. Then go to the clinic immediately; early treatment usually heals without sequelae, and every hour counts.
Your contribution: follow the drop schedule exactly, no eye rubbing in week one, pause pool, sauna and eye make-up, keep follow-ups. Prevention starts before surgery: lid-margin and tear-duct issues are treated in advance.