Weitsichtigkeit lässt sich lasern – aber sie ist die anspruchsvollere Disziplin, und die Grenzen liegen enger als bei der Kurzsichtigkeit.
Zur Korrektur muss die Hornhautmitte steiler werden; der Laser trägt dafür ringförmig in der Peripherie ab. Dieses Profil ist heilungsanfälliger: Die Ergebnisse sind etwas weniger vorhersagbar, die Regressionsneigung ist höher, und oberhalb von etwa +3 bis +4 dpt sinkt die optische Qualität spürbar. Die Femto-LASIK ist hier der Oberflächenbehandlung meist überlegen, weil das Epithel das periphere Profil bei PRK stärker wieder ausgleicht.
Viele Weitsichtige sind in einem Alter, in dem die Nahanpassung ohnehin nachlässt. Dann ist der refraktive Linsenaustausch mit einer EDOF- oder Multifokallinse häufig das nachhaltigere Konzept – er löst Hyperopie und Alterssichtigkeit in einem Schritt und macht den späteren Grauen Star gleich mit unmöglich. Für jüngere Patienten mit höherer Hyperopie gibt es inzwischen auch hyperope phake Linsen.
Kurz: Bis etwa +3 dpt und bei jüngeren Augen ist der Laser eine gute Option. Darüber – und ab Mitte 40 – führt das Beratungsgespräch fast immer zur Linse.
Hyperopia can be lasered – but it is the more demanding discipline. The cornea must be steepened centrally via an annular peripheral ablation, a profile that heals less predictably: more regression, and above about +3 to +4 D noticeably reduced optical quality. Femto-LASIK usually beats surface ablation here.
Many hyperopes are at an age where accommodation is fading anyway – then refractive lens exchange with an EDOF or multifocal IOL is often the more sustainable concept, solving hyperopia and presbyopia in one step and preventing future cataract. Younger patients with higher hyperopia may be candidates for hyperopic phakic lenses.
In short: up to about +3 D and in younger eyes the laser is a good option; beyond that – and from the mid-forties – counselling almost always leads to a lens.