Trockenheitsgefühl ist die häufigste Begleiterscheinung nach dem Augenlasern – fast jeder spürt sie in den ersten Wochen, bei den allermeisten klingt sie über drei bis sechs Monate vollständig ab.
Beim Flap-Schnitt und beim Gewebeabtrag werden Hornhautnerven durchtrennt, die normalerweise den Tränenreflex steuern. Das Auge „meldet" seine Trockenheit schlechter und benetzt sich seltener – ein sensorisches, meist vorübergehendes Problem. Nach CLEAR und PRK ist der Effekt tendenziell milder, weil weniger bzw. anders Nerven betroffen sind.
Konsequente, konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel in den ersten Monaten – lieber zu oft als zu selten. Bei stärkeren Beschwerden: Gele zur Nacht, Omega-3-Ergänzung, Lidrandpflege, punktuelle Verschlüsse der Tränenpünktchen oder entzündungshemmende Therapie. Bildschirmpausen und Luftfeuchtigkeit helfen zusätzlich.
Ein bereits vor der OP relevant trockenes Auge gehört erst behandelt – und ist ein Grund, über CLEAR, TransPRK oder eine phake Linse statt LASIK zu sprechen. Das Screening der Tränenfunktion ist deshalb fester Bestandteil jeder seriösen Voruntersuchung.
Dry-eye sensation is the most common side effect after laser vision correction – almost everyone feels it in the first weeks; in the vast majority it resolves completely over three to six months.
The cause is sensory: corneal nerves that drive the tear reflex are cut during flap creation and ablation, so the eye signals dryness less and blinks/wets less. After CLEAR and PRK the effect tends to be milder.
What helps: consistent preservative-free artificial tears (rather too often than too rarely), night gels, omega-3, lid-margin care, punctal plugs or anti-inflammatory therapy for stronger symptoms. Most important: a significantly dry eye should be treated before surgery – and is a reason to discuss CLEAR, TransPRK or a phakic lens instead of LASIK. Tear-film screening is part of every serious work-up.